Notenschlüssel-Generator: Punkte-Noten-Tabelle für Klassenarbeiten erstellen
Was der Notenschlüssel-Generator kann
Der Generator erstellt eine druckfertige Punkte-Noten-Tabelle für Klassenarbeiten, Tests und Prüfungen. Vier Voreinstellungen stehen auf Knopfdruck bereit:
- Standard-linear: gleichmäßige Verteilung der sechs Notenstufen
- IHK-Schlüssel: das bundeseinheitliche System der Industrie- und Handelskammern
- Mild: verschobene Grenzen zugunsten der Schüler
- Gleichmäßig: besonders ausgewogene Verteilung der Notenbereiche
Alle Grenzen lassen sich von Hand anpassen. Die Tabelle kann man direkt ausdrucken und neben die Korrekturen legen.
Wofür ich ihn gebaut habe
Ein Notenschlüssel ist eine Entscheidung und keine Naturkonstante. Je nach Schlüssel braucht man für eine Vier 50, 60 oder 67 Prozent der Punkte. Das Tool macht diese Entscheidung sichtbar, schnell und dokumentierbar. Es nimmt die Rechenarbeit ab und liefert eine Grundlage, die man erklären kann.
Wann er passt und wann nicht
| Situation | Geeignet? |
|---|---|
| Klassenarbeiten und Tests aller Schulformen | ✓ |
| Prüfungen nach IHK-Standard (Berufsschule) | ✓ |
| Mündliche Prüfungen mit Punktesystem | ✓ |
| Oberstufe und Abitur | ✗ (dort gilt das Notenpunkte-System, dafür gibt es den Notenrechner) |
| Kompetenzbasierte Bewertung ohne feste Punktzahl | ✗ |
Stärken und Grenzen
| Stärken | Grenzen |
|---|---|
| Transparent gegenüber Schülern und Eltern | Löst nicht das Problem schlecht gebauter Aufgaben |
| Vergleichbar innerhalb einer Fachschaft | Ersetzt keine im Team abgestimmten Maßstäbe |
| Dokumentiert und jederzeit erklärbar | Die Punktvergabe in der Arbeit muss selbst schlüssig sein |
| Absicherung bei Streit um Noten | Scheingenauigkeit: Ein Schlüssel macht eine schlechte Aufgabe nicht fair |
| Schnell an schulische Vorgaben anpassbar |
Was die Forschung zum Notenschlüssel sagt
Es gibt keinen einheitlichen Standard
In Deutschland gibt es keine bundesweite Vorschrift für die Prozentgrenzen an allgemeinbildenden Schulen. Studien zeigen seit Jahrzehnten, dass verschiedene Lehrer dieselbe Arbeit deutlich unterschiedlich benoten. Sie unterscheiden sich nicht nur in der Note selbst, sondern auch darin, wie weit ihre Noten streuen und wie stark sie innerhalb einer Klasse differenzieren. (Brügelmann 2014; Ingenkamp 1971; Birkel 2003)
Objektiv, zuverlässig, gültig
Noten sollen objektiv sein, also unabhängig davon, wer bewertet. Sie sollen zuverlässig sein, also bei gleicher Leistung zum gleichen Ergebnis kommen. Und sie sollen gültig sein, also das Richtige messen. Schulnoten haben bei allen drei Kriterien Schwächen. Objektivität und Zuverlässigkeit sind dabei notwendig, reichen aber nicht aus, damit eine Note wirklich misst, was sie messen soll. (bpb-Dossier „Das Dilemma mit den Schulnoten“, 2016; Kornadt 1978)
Der Schlüssel ist nur die halbe Entscheidung
Wer für einfache Aufgaben viele Punkte vergibt, macht den Schlüssel milder, ohne ihn anzufassen. Ein strenger Schlüssel bei leichten Aufgaben kann dasselbe Ergebnis liefern wie ein milder bei schweren. Punktevergabe und Schlüssel muss man deshalb zusammen betrachten. (u. a. Oelkers 2010)
Die soziale Seite
Forschungsbefunde zeigen, dass Lehrer in leistungsstarken, sozial einheitlichen Klassen strenger bewerten können. Ein Leistungsvorteil wird so zum Nachteil bei der Note. Ein transparenter, begründeter Schlüssel schafft keine Chancengleichheit. Er macht die Entscheidung aber sichtbar, und dann kann man darüber reden. (Oelkers, Zürich-Studie 2010)
Wie sich der Notenschlüssel im Schulalltag auswirkt, zeigt der Artikel 56 Punkte, einmal eine Drei, einmal eine Fünf.