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Tools · KI & Digitales · · 4 Min. Lesezeit

Das KI-Rad: Prompts zum Bewerten, Begründen und Rückmelden im Unterricht

Das KI-Rad: innen die Rolle der KI, darum sechs Denkstufen von Erinnern bis Erschaffen mit Verben, außen 66 Felder mit Prompts und Apps, die eine KI baut.

Gastbeitrag von mediendozent.de. Das KI-Rad ist auf meiner zweiten Seite entstanden. Wie es aufgebaut ist und warum es Prompts statt Apps zeigt, steht im Beitrag auf mediendozent.de. Hier geht es um den Teil, der zu notengebung.de passt: das Bewerten.

Vielleicht kennst du das Padagogy-Rad von Allan Carrington. Innen stehen die Denkstufen nach Bloom, außen die Apps, die zu jeder Stufe passen sollen. Die meisten dieser Apps gibt es heute nicht mehr. Das KI-Rad behält die Denkstufen und setzt außen Prompts ein: Aufträge an eine KI, die man kopieren und an das eigene Fach anpassen kann. Dazu kommen kleine Apps, die eine KI auf Zuruf als einzelne HTML-Datei baut.

Das KI-Rad öffnen: Rad drehen, Stufe wählen, Prompt kopieren. Das ganze Rad gibt es auch als Plakat zum Ausdrucken (PDF, A3).

Prompts für die Stufe Bewerten: KI gibt Hinweise, der Schüler urteilt

Auf der Stufe Bewerten spielt KI den Kritiker. Alle Prompts dort lassen dem Schüler das Urteil: KI liefert Hinweise, Gegenargumente oder Fehler, begründen muss er selbst. Für die Notengebung ist das der interessante Teil, denn bewerten kann ich nur, was der Schüler selbst begründet hat.

Vier Prompts aus dem Rad, die ich dafür am nützlichsten finde:

Der letzte Prompt funktioniert mit der ganzen Klasse am Smartboard. So sieht er im Rad aus:

Spiel einen Schüler der Klasse [Klasse], der [Thema] erklärt. Bau zwei typische Fehler ein, ohne sie zu verraten. Die Klasse soll die Fehler finden und begründen, was richtig wäre.

KI-Rad, Stufe Bewerten

Wer einen Fehler findet und erklären kann, warum es einer ist, hat den Lernstoff verstanden.

Bewertungsraster und Kriterien: was KI vorbereiten kann

Zwei Prompts auf der Stufe richten sich an Lehrer. Der eine erstellt ein Bewertungsraster mit vier bis fünf Kriterien und vier Stufen, dazu eine Fassung zur Selbsteinschätzung in Ich-Form. Der andere beschreibt, woran man gute, mittlere und schwache Leistungen erkennt, mit beobachtbaren Merkmalen statt Floskeln.

Für einen ersten Entwurf ist das brauchbar. Die Gewichtung und die Frage, was in meiner Klasse eine Zwei ist, nimmt mir KI aber nicht ab. Dafür nutze ich den Bewertungsraster-Generator hier auf der Seite: Er rechnet ohne KI, und die Eingaben bleiben im Browser.

Apps für Peer-Feedback und Selbsteinschätzung, von KI gebaut

Im äußeren Ring „KI baut“ stehen auf der Stufe Bewerten vier kleine Apps, die man sich in wenigen Minuten bauen lassen kann:

Jeder Prompt endet mit denselben Bedingungen: eine Datei, läuft offline, keine Anmeldung, keine Daten ins Internet. Für Rückmeldungen im Unterricht reicht das. Wenn daraus eine Note wird, nehme ich lieber ein Werkzeug mit Protokoll, etwa die Teambewertung für Gruppenprojekte. Die Note muss ich später erklären können, und dafür brauche ich mehr als eine Rangliste aus einer selbst gebauten App.

Was ich bei KI und Bewertung beachte

Keine Namen, Noten oder anderen Daten von Schülern gehören in einen Prompt. Das steht in der App unter jedem Prompt, und es gilt auch für die Bewertungsprompts. Die Note gebe ich selbst. KI darf Hinweise sammeln, Fehler einbauen oder ein Raster entwerfen, aber sie bewertet keine Schülerleistung. Die KMK sagt es in ihrer Handlungsempfehlung vom Oktober 2024 ähnlich: Die Leistungsbewertung bleibt eine pädagogische Entscheidung des Lehrers. Was die Länder dazu vorgeben, steht in Notengebung und KI: Was KMK, Kultusministerien und Fachleute empfehlen.

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